Die Entdeckung und erste Versuche:
Entdeckt wurde das Ballonfahren vor über 200 Jahren, genauer gesagt im November 1782 durch die Gebrüder Joseph und Etienne Montgolfier. Joseph saß an seinem Kamin und dachte über einen Zeitungsbericht nach, welcher von der Belagerung Gibraltars durch die Vereinigten Spanisch-Französischen Truppen handelte. Da Gibraltar von der Land und von der Seeseite uneinnehmbar ist, war der einzige Weg durch die Luft. Joseph blickte in seinen Kamin und sah den aufsteigenden Rauch. Ihm kam eine Idee und er fertigte aus Stoff gleichgroße Quadrate, nähte sie zusammen und hielt ein Stück brennendes Papier darunter. Durch die heiße Luft, die sich nun in dem Stoffbeutel sammelte, stieg dieser bis unter die Zimmerdecke, schrumpfte und fiel wieder herunter.

Diese sensationelle Entdeckung schrieb er sofort seinem Bruder Etienne. Dieser versprach sogleich seine Mithilfe. Da ihr Vater eine Papierfabrik besaß, machten sie ihre Versuche mit Papiersäcken und entwickelten den ersten Ballon.

Die ersten "Gehversuche" wurden unternommen. Es wurden erst unbemannte Ballone gebaut.
Da man damals noch nicht viel von Physik verstand, dachte man, daß der aufsteigende Rauch die Stoff- und Papierballone in die Höhe trieb. Deshalb wurde am Anfang ein Gemisch aus Stroh und Schafswolle verbrannt, da dieses eine ganz besonders starke Rauchentwicklung verursacht.
Der erste öffentliche Start fand am 5.6.1783 in Annonay südlich von Lyon statt.
Diese Versuche interessierten natürlich auch König Ludwig XVI. und die Militärs.


Die ersten "bemannten" Fahrten:
Im September 1783 wurde die erste "bemannte" Fahrt durchgeführt. Die Passagiere waren: Ein Hahn, Ein Schaf, Eine Ente.
Am 21.11.1783 war es dann soweit. Vor den Augen König Ludwigs XVI. und Marie Antoinette sowie einiger hochrangiger Militärs startete der erste mit Menschen besetzte Ballon. Die zwei mutigen Männer hießen Pilatre de Rosier und Arquis d'Arlandes, beide Freunde der Gebrüder Montgolfier. Diese erste Fahrt dauterte ca. 25 Minuten und außer ein paar Prellungen waren die beiden Passagiere wohlauf. Dies war ein Ansporn für die Gebrüder und im Laufe der Jahre wurde ständig weiterentwickelt, bis in die heutige Zeit.